PROFI Wissen Keramikplatten

Terrassen nie mehr reinigen?

Bei der Nutzung von modernen Gärten wird Komfort und Wohlfühl-Atmosphäre mit wenig Arbeitsanfall gewünscht. Das gilt auch für Oberflächenbeläge auf Wegen, Terrassen und Auffahrten. Selbstreinigende Platten mit Lotos-Effekt sind (noch) nicht lieferbar, aber keramische Bodenplatten haben sich als Belag mit ihrer Pflegeleichtigkeit und Dauerhaftigkeit durchgesetzt. Jeder Belag wird schmutzig, Keramiken lassen sich jedoch mit wenig Aufwand bei Bedarf reinigen. Keramische Terrassenplatten haben eine geringe Feuchtigkeits- und Schmutzaufnahme:  Eine Imprägnierung ist nicht erforderlich  - und auch nicht möglich!

Es gibt viele Gründe, sich für eine keramische Outdoor-Platte in 2 und 3cm Stärke zu entscheiden.

Witterungsbeständig: keine Farbveränderungen bei Sonne, Schnee, etc.
Frost- und Hitzebeständig
Strapazierfähig
Hohe Rutschhemmung möglich
Gesundheitlich unbedenklich: hautverträglich, lebensmitteltauglich
Recycelbar – da zu 100% aus natürlichen Rohstoffen hergestellt
Pflegeleicht: schnell und einfach zu reinigen; es sind keine tensidhaltigen Reinigungsmittel   notwendig
Wasser/ schmutzabweisend, flecken- unempfindlich (Rotwein, Grill-Öle).

 Feinsteinzeugplatte: unempfindlich gegen Rotweinflecken

Materialeigenschaften  

Aufgrund ihrer technischen Eigenschaften eignet sich Feinsteinzeug für nahezu alle Anwendungen im Innen- und Außenbereich. Dazu zählt die Frostbeständigkeit und Rutschhemmung. Elemente, die rutschhemmend sind, haben unterschiedlich stark profilierte und raue Oberflächen und eignen sich somit im Zusammenhang mit Swimmingpools und Saunen.  Balkone und Terrassen sind konstant der Witterung ausgesetzt. Sonne, Regen, Schnee und starke Temperaturschwankungen beanspruchen den Belag und den Verlegeuntergrund stark. Grundsätzlich sollte man im Außenbereich frostsichere Fliesen und Platten verwenden.

Keramikplatten mit hoher Rutschfestigkeit R11: 
perfekte Wahl als Poolumrandung.


Brandfarben / Chargen

Unter einer Charge versteht man die Menge eines Erzeugnisses, die unter einheitlichen Bedingungen in einem Produktionszyklus entstanden ist. Keramikplatten aus unterschiedlichen Chargen (oder Bränden) können leichte bis größere Unterschiede aufweisen. Aufgrund dieser Unterschiede empfiehlt es sich, stets alle Kartons vor der Verlegung auf gleiche Chargennummern zu überprüfen. Des Weiteren ist es ratsam, diese Nummer für eventuelle Nachbestellungen aufzuheben. Und für spätere Reparaturen sollten immer mindestens ein bis zwei Pakete als Reserve bestellt werden. Viele Hersteller empfehlen außerdem, dass die Verlegung gemischt aus unterschiedlichen Paketen – erfolgen sollte, um ein optimales Gesamtbild zu erhalten. Farbvariationen gelten durchaus als Qualitätseigenschaft und nicht als Mangel.


Kantenausführungen

1. Die Naturkante.
Leicht konisch verlaufende Kante

Vorteile:
Opt
ik: Verlegt sehen die Keramikplatten sehr natürlich aus. Sie wirken wie Natursteine und unterscheiden sich damit stark von herkömmlichen Keramikplatten mit rektifizierter Kante.
Unempfindlichkeit: Die schräge Kante gibt den Keramikplatten mehr Stabilität. Außerdem sind sie unempfindlicher gegen Abplatzungen und Kantenstöße an der Oberfläche.

Naturkante: konische Kante

2. Die gesägte (rektifizierte) Kante.
Scharfkantig, im 90° Winkel gesägte Kante
.
Vorteile:

Optik: In Verbindung mit einer schmalen Fuge unterstreicht die gesägte Kante ein gradliniges und modernes Desgin.

rektifizierte Kante 90°


3. Die antike Kante.
Leicht gewellte Kantenausführung.
Vorteile:
Optik: Sie ist der „gebrochenen“ Kante bei Natursteinen nachempfunden und verleiht den verschiedenen Oberflächen dieser Serie eine rustikalere Optik. 

Antike Kante: gewellt

Viele Größen und alle haben Format......
Mittlerweile gibt es eine unglaubliche Viefalt an Formaten und bei einigen Marken sogar Formteile wie Stufen, Palisaden, Schwimmbadumrandungen oder sogar Pflastersteine aus Keramik.
Das Spektrum reicht von quadratischen Formen 60x60 cm bis Holzdielenform 180x20 cm oder Platten 120x240 cm!
Dabei ist das Format tatsächlich mitentscheidend für die Herstellungskosten und damit für den Preis: Je größer oder länger das Format umso höher in der Regel der Preis. Das gilt auch für die Verlegekosten, denn eine Keramikplatte z.B. im Format 120x120 cm lässt sich auf keinen Fall von einer Person allein verlegen und erfordert mehr Sorgfalt sowie Verlegehilfen wie Plattensauger oder Verlegekräne. Zu beachten ist auch, daß verschiedene Formate auch Auswirkungen auf mögliche Verlegemuster haben. Ein Dielenformat darf aus technischen Gründen nicht im Halbverband gelegt weren, Großformate wirken oft besser, wenn sie im Kreuzverband gelegt sind.

quadratisches Format, z.B.:
 60x60 cm
 75x75 cm
 80x80 cm
 90x90 cm
120x120 cm
120x240 cm
 

rechteckiges Format, z.B.:
 60x40 cm
 80x40 cm
 90x45 cm
 90x60 cm
100x50 cm
120x60 cm

 

Dielenformat, z.B.:
120x30 cm
120x40 cm
120x20 cm
180x20 cm

römischer Verband:
Formate:30x30, 60x30, 60x60, 90x60 cm

Herstellung von keramischen Terrassenplatten FEINSTEINZEUG.

Bei Feinsteinzeug handelt es sich nicht um Fliesen und Platten aus besonders fein gemahlenen Rohstoffen, sondern um Steinzeugfliesen mit niedriger Wasseraufnahme von unter 0,5%. Sie werden unter hohem Druck gepresst und bei bis zu 1.300°C im Rollenofen gebrannt, weshalb sie über einen dichten Scherben verfügen. „Feinsteinzeug“ ist eine reine Handelsbezeichnung. Die Digitaldruck-Technologie macht das Aufdrucken nahezu jeden Dekors möglich. Ob Holzoptik, Naturstein-Nachbildungen oder Betonoptik, fast allen Wünschen wird man gerecht. Diese Fliesen und Platten dürfen sich selbst dann „durchgefärbtes unglasiertes Feinsteinzeug“ nennen, wenn sie über eine Sandglasur auf der Oberfläche verfügen und aus zwei unterschiedlichen, übereinanderliegenden Scherben (einem dünnen, hochwertigen und texturgebundenen oben und einem günstigen einfarbigen unten) bestehen. Die meisten Oberflächenstrukturen werden mittels Stempel beim Pressen erzeugt.


Keramik-Verbund-Terrassen, modern, stilvoll und abwechslungsreich.


Aufbau Keramik-Verbundplatte: Granitkeramik,
Kontaktschicht,
Betonkern


Elegante Keramik-Platte oder kostengünstige Betonplatte? Eine Frage, um die Sie sich nicht länger kümmern müssen. Denn mit einer Beton+Keramik- Verbundplatte vereinen Sie die Vorteile zweier Materialien in einem Produkt – die kratzfeste, tausalzbeständige und pflegeleichte Keramik-Oberfläche und das deutlich höhere Eigengewicht von Betonplatten für eine einfache Verlegung im Splittbett.


Keramikverbundplatte: einfache Verlegung im Splittbett durch hohes Eigengewicht

Dazu bie
ten alle Verbundplatten eine hohe Lagestabilität, eine einfache Reinigung und eine hohe Resistenz gegen Schimmel, Moos, Flechten, Algen und Grünbelag. Verschiedene Optiken, wie z.B. Holz- und Quarz-Optik, unterschiedliche Farben und eine Auswahl an Formaten, macht die Beton+Keramik-Verbundplatte zu einem vielseitigen Produkt mit zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten. Diese Vorteile haben die Entscheidung für ein zeitloses und elegantes Zuhause noch nie so einfach gemacht – ganz ohne Kompromisse. Übrigens: Einige Platten gibt es auch in einer Dicke von 8 cm und können dadurch auch mit dem Auto befahren werden. Damit sind sie ideal für Hofeinfahrten geeignet und ermöglichen eine durchgehende Gestaltung rund ums Haus.

Die Kunst der Fuge.

Dem Wunsch nach kleinstmöglichem Reinigungs
aufwand werden für Belagsflächen mit keramischen Terrassenelementen in der Regel feste Fugen gewünscht. Für die Herstellung von solchen gebundenen Fugen werden in der Praxis Zement- oder Kunstharzfugenmörtel (z.B. 2-Komponenten Epoxidharz-Fugenmörtel) verwendet. Beide Arten dieser Fugenmörtel haben sowohl ihre Vorge, als auch ihre Einschränkungen. 2-Komponenten Epoxidharz-Fugenmörtel können trotz hoher Eigenfestigkeiten erheblich mehr Spannungen abbauen und sind  weitaus weniger rissanfällig.
Von 1-komponentigen Kunstharzfugenmörteln (Bindemittel z.B. Polybutadien) raten wir wegen der geringeren Flankenhaftung an der Keramikflanke ab! Insbesondere bei Belagsflächen mit sehr großen Formaten
und geringen Fugenbreiten tritt eine Rissbildung bei zementären Fugen oft auf und ist nicht sicher zu verhindern. Zementäre Fugen sind wasserundurchlässig und haben aus diesem Grund nicht nur eine feinere Oberflächenstruktur, sondern sind damit auch eine bessere Wahl bei Balkonen oder Dachterrassen wenn Keramikplatten gebunden verlegt worden sind. 


Keramikplattenverfugung mit 2-K Epoxidharzmörtel

Der Keramik-Fugenmörtel ist eine intelligente und innovative Kombination der besten Eigenschaften von Epoxidharz- und Zementfugenmörteln. Der Epoxidharzmörtel für Fugenbreiten von 48 mm verfügt über eine höchstmögliche Flexibilität und ist damit Garant, auch große Formate mit geringem Fugen sicher zu verfugen. Aufgrund der Wasserundurchlässigkeit eignet er sich zudem für alle Belagskonstruktionen, die auf Abdichtungen liegen, wie z.B. Balkone, Dachterrassen aber auch bei Umrandungen von Schwimmbad und Pool-Bereich. Mit einem Keramik- Fugenmörtel lässt sich nicht nur eine wasserundurchlässige, feinstrukturierte und glatte Fugenoptik herstellen. Insbesondere die Anwendungs- und technischen Eigenschaften überzeugen und prädestinieren diesen Fugenmörtel speziell für Belagsflächen mit keramischen Platten:
▪ Lange Verarbeitungszeit.
▪ Geringer Reinigungsaufwand ohne Waschzusätze.
▪ Extrem hohe Elastizität trotz hoher Festigkeit.
▪ Hohe chemische Beständigkeit.
▪ Für innen und außen geeignet.
▪ Auch für senkrechte Fugen einsetzbar.
Diese hochwertigen Belagsflächen erhalten nun mit
dem Keramik-Fugenmörtel einen ebenso hochwertigen und angemessenen Fugenverschluss.

Keramik-Fugenmörtel: Verarbeitung mit Fugbrett und Reinigungsschwamm

Verlegung / Verarbeitung allgemeine Empfehlungen

Voraussetzungen für alle Arbeiten bei der Verlegung sind die Einhaltung von DIN-Normen, Flachdachrichtlinien, ZDB Merkblättern. Es handelt sich bei den Verlegerichtlinien lediglich um allgemeine Empfehlungen: die individuellen Verhältnisse vor Ort sind stets gesondert zu prüfen und können in allgemeingültigen Empfehlungen nicht berücksichtigt werden.

▪ Zur fachgerechten Verlegung beraten wir Sie gern bei uns in der Indoor-Ausstellung. Wir raten bei Gartenterrassen mit dränfähigem Unterbau immer zur festen Verlegung. An einem Modell können sie live den fachgerechten Aufbau einer Belagskonstruktion mit keramischen Terrassenplatten in Einkornmörtel (auch als "Monodränmörtel" oder "Dränagemörtel" bezeichnet) auf ungebundener Tragschicht sehen. Weil Keramikplatten sehr dicht sind und an den Seitenflanken sehr glatte Oberflächen aufweisen, liegt die Lösung in einer optimalen Haftung zwischen Verlegemörtel und der Plattenunterseite. Optimale Ergebnisse werden durch den richtigen Kleber für Keramik bzw. durch abgestimmte Haftschlämmen in Kombination mit einem leistungsfähigen Bettungsmörtel erzielt.


Bild: Belagskonstruktion Dränmörtel

▪ Auf Balkonen oder Dachterrassen kommt meist die Verlegung auf Stelzlagern zum Tragen.

▪ Die ungebundene Verlegung auf Splitt kommt bei manchen "Sparfüchsen" zum Tragen: hier können sich die Platten auf der Bettung bewegen. Unebenheiten im Belag, kippelnde Platten und möglicherweise Belagsschäden sind die Folge.Bei 3 cm starken Platten ist das Risiko weitaus geringer, jedoch nicht ausgeschlossen.

▪ Bei Verlegung auf Betonträgerplatten sind besondere Konstruktionen, Abdichtungen und Flächendränagen zu berücksichtigen.

▪ Bei Innenbereichen, Wintergärten sind wiederum andere Kleber- und Verfugungseigenschaften gefordert.